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Quartiersmanagement Hutholz/Markersdorf/Morgenleite
Kontaktdaten
Anschrift: | SSA - Sächsische Sozialakademie gemeinnützige GmbH |
Telefon: | 0371 4005773 |
Fax: | 0371 4005774 |
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Quartiers-managerin | Frau Peggy Haubner |
Projektbeschreibung
Das Quartiersmanagement (auch: Stadtteilmanagement) ist ein Verfahren der Stadtentwicklung. Wie in der Wortzusammensetzung anklingt, sind Merkmale dieser Strategie zum einen die Stadtteilorientierung der Förderung (Quartier), zum anderen ein innovativer integrativer und aktivierender Ansatz der Steuerung (Management). Die Kerngedanken des Quartiersmanagements sind dabei die Aktivierung der BewohnerInnen, sich aktiv in den Prozess des Stadtumbaus einzubringen, sowie die Vernetzung der Akteure vor Ort (Einrichtungen und Vereine, Schulen und Kitas, Jugendclubs, Verwaltung, Wohnungsunternehmen, Kirche, lokale Ökonomie) hinsichtlich Informationen und Aktionen (Feste, Stadtteilzeitung, Projekte u.v.m.).
Im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ wurde die SSA – Sächsische Sozialakademie gemeinnützige GmbH beauftragt, ab April 2007 das Quartiersmanagement im Fördergebiet „Stadtumbau I“, speziell den Bereich Hutholz, Markersdorf und Morgenleite zu übernehmen. Zudem besteht eine Ko-Trägerschaft durch den Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Chemnitz und Umgebung e. V.
Das Soziale-Stadt-Gebiet „Stadtumbau I“ liegt am südlichen Rand von Chemnitz und umschließt den Stadtteil Hutholz sowie Teile der Stadtteile Markersdorf, Morgenleite und Kappel. Das Fördergebiet ist gekennzeichnet durch eine Wohnbebauung des industriellen Geschosswohnungsbaus. Innerhalb der letzten 15 Jahre nahm die Bevölkerung um mehr als die Hälfte ab, so dass frühzeitig Konzepte der Stadtteilentwicklung erarbeitet werden mussten. Diese städtebaulichen Entwicklungskonzepte für das Chemnitzer Heckert-Gebiet (2006) forderten die Einrichtung des Quartiersmanagements zur langfristigen Stabilisierung der Quartiere unter der verstärkten Einbeziehung der BewohnerInnen.
Die Betreuung städtebaulicher Schwerpunkte mit aktiver Beteiligung der Bewohnerschaft ist daher eine der Hauptaufgaben des Quartiersmanagements. Solche Handlungsfelder sind beispielsweise die Neugestaltung des Fußgängerboulevards an der Faleska-Meining-Straße, die Umgestaltung der Quartiersmitte in Markersdorf-Süd oder die Nachnutzung der durch Rückbau entstandenen Freiflächen. Die Tätigkeiten des Quartiersmanagements ergeben sich aus den Aktionsplänen, welche jährlich aufgestellt werden, sowie aus im Jahresverlauf auftretenden Arbeitsschwerpunkten. Die Quartiersmanagerin stellt somit eine organisierende, moderierende und vernetzende Stelle zwischen BewohnerInnen, Verwaltung, Wohnungsunternehmen, Vereinen und Einrichtungen sowie Gewerbetreibenden dar und ist Ansprechpartner u. a. für die Bereiche Stadtteilentwicklung, Flächennachnutzung, Bürgerbeteiligung und Kooperationsprojekte. Als lokale Anlaufstelle für die BewohnerInnen und Stadtteilakteure steht das Quartiersbüro im „Zentrum für Stadtteilarbeit“ auf der Fritz-Fritzsche-Straße 55 zur Verfügung. Aufgrund der Größe des Zuständigkeitsbereiches gibt es zwei Außenstellen in ebenfalls gut frequentierten Bürgerzentren, um eine fußläufige Erreichbarkeit zu ermöglichen. Feste Sprechzeiten gewährleisten Kontinuität und Verlässlichkeit der Arbeit.
Ein wichtiger Bestandteil des Quartiersmanagements ist ein sogenannter Quartiersfonds, ein Fördertopf, aus dem kurzfristige und kleinteilige Maßnahmen im Fördergebiet finanziert werden können (Verschönerungsaktionen, Hoffeste, Spielplatzbau). Über die Verteilung dieser Gelder entscheidet ein Beirat, zusammengesetzt aus AnwohnerInnen und lokalen Akteuren, unter Leitung des Quartiersmanagements. Des Weiteren ist das Quartiersmanagement seit 2009 Herausgeber der Stadtteilzeitung MarMorHut, die von Bürgern für Bürger erstellt wird. Die Durchführung des Quartiersmanagements im Bereich Hutholz, Markersdorf, Morgenleite ist bis zum Jahr 2014 vorgesehen, vorbehaltlich der Mittelbereitstellung und Bestätigung im Haushaltsplan der Stadt Chemnitz, sowie der Bewilligung der Fördermittel.



